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Ânandamayî Mâ

das manifestierte Brahman in Form der Glückseligen Mutter

sichtbar geworden 1896 in Kheora, heute Bangla Desh

absorbiert 1982 in Dehradun, Indien

"Ich bin bloß ein Kind und weiß nicht, wie man Vorträge und Reden hält. So wie ein Kind, wenn es etwas Süßes und Gutes findet, es zu seiner Mutter und seinem Vater bringt, so setze ich euch vor, was süß und gut ist. Ihr nehmt, was immer euch gefällt."

Wenn da ein Ich-Bewusstsein (Aham Jñâna) in mir wäre, könnte ich ausdrücken, wer ich bin. Da es nicht existiert, bin ich, was immer ihr von mir sagen mögt.

Warum fasst du es nicht so auf, dass dieser Körper die materielle Verdichtung all eures Sehnens und all eurer Vorstellungen ist?

Ich habe keine Aufgabe. Für wen kann ich wirken, wenn doch nur Einer existiert?

Hier gibt es weder einen Lehrer noch einen Schüler - hier ist derjenige, der Fragen stellt, auch derjenige, der sie beantwortet.

Ich bin nur ein kleines Mädchen. Ihr habt das kleine Mädchen auf ein hohes Podest gesetzt.

Wo habe ich eine Wohnstätte, wenn nicht in all euren Herzen?

Dieses kleine Kind ist immer bei euch, selbst wenn ihr meint, da sei nichts - selbst dann!

Wann immer du an diesen Körper denkst, wird er bei dir sein.

Ânandamayi Mâ wurde Ende des letzten Jahrhunderts in Bengalen geboren. Bereits in jungen Jahren zeigten sich viele Merkmale der Gottverwirklichung an Ihr. Das seelenvolle Singen heiliger Lieder versetzte Sie in Ekstasen, die Stunden oder Tage andauern konnten. Komplizierte Yogaübungen oder Zeremonien führte Sie spontan aus, ohne sie vorher erlernt oder beabsichtigt zu haben. Mâ hatte keinen äußeren Meister. Sie erhielt die Initiation in das "Spiel spiritueller Übungen", wie Sie es nannte, aus Ihrem Innern und erklärte häufig, dass Sie in Wirklichkeit niemals getrennt von der göttlichen Gegenwart existiert habe.

Ânandamayî Mâ verbreitete nie nur eine bestimmte Lehre oder Yogatechnik, sondern stand wie eine kosmische Mutter über den verschiedenen spirituellen Bestrebungen und förderte jeden, der sich an Sie wandte, auf einmalige Weise. Sie selbst bezeichnete sich häufig als ein "kleines Kind", das hier auf Erden keine bestimmte Aufgabe oder Botschaft habe, sondern sich nur einen Platz in den Herzen spiritueller Sucher wünsche.

Unter den bekannten Mystikern der Erde begegnen wir selten jemandem, der vor der Herabkunft des Lichtes nicht auch Phasen der Dunkelheit und des Leidens erfahren mußte. In Mâ's Leben forschen wir vergeblich nach so einer "dunklen Nacht der Seele", und eine "Herabkunft" des Lichts erfuhr sie auch nur im Rahmen des "Spiels" (Ihrer spirituellen Übungen). Es heißt, daß Sie sich von Geburt an dessen bewußt war, was sie schon immer gewesen war und künftig immer sein würde, und daß sie nie auch nur für einen Moment aus dieser Bewußtheit ihrer selbst herausfiel. Ihre Selbsterkenntnis war nicht auf die Wirkung eines Elements außerhalb ihrer selbst zurückzuführen. Diese Verwirklichung begleitete sie vielmehr ständig und gehörte zu ihrer Natur. Sie war bereits in Fülle vorhanden, und es bedurfte keiner Anstrengung von ihrer Seite, noch einer Gnade von oben, um sie zu größerer Vollendung zu führen.

Mâ war weithin bekannt durch die unwiderstehliche Anziehungskraft Ihres stets strahlenden Wesens, durch Ihr grenzenloses Mitgefühl und Ihre außergewöhnliche Universalität. "Jeder hat recht von seinem eigenen Standpunkt aus", sagte Sie oft. So empfahl Sie auch nicht ein und dieselbe Methode für alle Menschen: "Wie kann man dem Unbegrenzten Begrenzungen auferlegen, indem man behauptet: 'Dies ist der einzige Weg'?" und "Warum muss es so viele verschiedene Religionen und spirituelle Wege geben? Durch jede von ihnen verschenkt ER Sich Selbst an Sich Selbst, sodass jeder sich entsprechend seiner individuellen Natur entwickeln kann.